
Sensorische Analyse - Prüfverfahren - Paarweise Vergleichsprüfung (ISO 5495:2005 + Amd 1:2016) (konsolidierte Fassung)
NORMA vydána dne 15.9.2016
Designation standards: ÖNORM EN ISO 5495
Publication date standards: 15.9.2016
The number of pages: 29
Approximate weight : 87 g (0.19 lbs)
Country: Austrian technische Norm
Kategorie: Technické normy ÖNORM
Diese Internationale Norm beschreibt ein Verfahren zur Bestimmung, ob zwischen den Proben von zwei Prüfmaterialien ein wahrnehmbarer sensorischer Unterschied oder eine Ähnlichkeit in Bezug auf die Intensität einer sensorischen Merkmalseigenschaft vorliegt. Diese Prüfung wird manchmal auch als gerichtete Prüfung auf Unterschied oder 2-AFC-Prüfung (en: "Alternative Forced Choice", de: "Zwangsauswahl zwischen Alternativen") bezeichnet. Tatsächlich ist die paarweise Vergleichsprüfung eine Zwangsauswahlprüfung ("Forced-Choice"-Prüfung) zwischen zwei Alternativen. Das Verfahren ist unabhängig davon anwendbar, ob der Unterschied nur bei einer einzelnen sensorischen Merkmalseigenschaft oder bei mehreren Merkmalseigenschaften vorliegt; das bedeutet, es ermöglicht die Bestimmung, ob ein wahrnehmbarer Unterschied in Bezug auf eine vorgegebene Merkmalseigenschaft vorliegt, und die Festlegung der Richtung des Unterschieds, es gibt jedoch keinen Hinweis auf die Größe dieses Unterschieds. Das Fehlen eines Unterschieds hinsichtlich der untersuchten Merkmalseigenschaft bedeutet nicht, dass zwischen den beiden Prüfmaterialien kein Unterschied vorliegt. Dieses Verfahren ist nur anwendbar, wenn die Prüfmaterialien relativ homogen sind. Das Verfahren eignet sich besonders für a) die Untersuchung daraufhin - ob ein wahrnehmbarer Unterschied vorliegt (paarweise Prüfung auf Unterschied) oder - ob kein wahrnehmbarer Unterschied vorliegt (paarweise Prüfung auf Ähnlichkeit), wenn zum Beispiel Änderungen bei den Zutaten oder Arbeitsschritten von Verarbeitung, Verpackung, Handhabung oder Lagerung vorgenommen wurde, oder b) die Auswahl, Schulung und Leistungsüberprüfung von Prüfpersonen. Vor der Durchführung der Prüfung muss bekannt sein, ob es sich um eine einseitige Prüfung (der Prüfungsleiter kennt im Voraus die Richtung des Unterschieds und die Alternativhypothese entspricht dem Vorliegen eines Unterschieds in der erwarteten Richtung) oder um eine zweiseitige Prüfung (der Prüfungsleiter kennt nicht im Voraus die Richtung des Unterschieds und die Alternativhypothese entspricht dem Vorliegen eines Unterschieds in der einen oder anderen Richtung) handelt. Die paarweise Prüfung kann auch zum Vergleich von zwei Prüfmaterialien im Sinne einer Bevorzugung verwendet werden. Die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten der paarweisen Prüfung sind in Bild 1 zusammengefasst.