
Geotechnische Erkundung und Untersuchung - Laborversuche an Bodenproben - Teil 6: Fallkegelversuch (ISO 17892-6:2017)
NORMA vydána dne 1.7.2017
Designation standards: ÖNORM EN ISO 17892-6
Publication date standards: 1.7.2017
The number of pages: 17
Approximate weight : 51 g (0.11 lbs)
Country: Austrian technische Norm
Kategorie: Technické normy ÖNORM
Dieses Dokument legt ein Verfahren zur Prüfung der undränierten Scherfestigkeit an ungestörten und gestörten Probekörpern von feinkörnigen Böden mit dem Fallkegelverfahren fest. Dieses Dokument gilt für die im Labor durchgeführte Abschätzung der undränierten Scherfestigkeit eines Bodenprobekörpers innerhalb des Anwendungsbereichs geotechnischer Erkundungen. Beim Fallkegelversuch wird ein Kegel mit seiner Spitze auf einen Probekörper fallengelassen, und die resultierende Eindringung des Kegels in den Boden wird gemessen. Die Werte für die Eindringung werden für die Abschätzung der undränierten Scherfestigkeit verwendet. Der Fallkegelversuch erzeugt eine komplexe Scherbeanspruchung im Probekörper und stellt weder Versuche der vertikalen, triaxialen Zusammendrückung noch der horizontalen Scherspannung dar. Jedoch kann das Ergebnis dieses Indexversuchs einer abgeschätzten undränierten Scherfestigkeit, die im Labor mit anderen Prüfverfahren bestimmt wurde, entsprechen. Da der Versuch an einem kleinen Labor-Probekörper durchgeführt wird, weichen die Ergebnisse möglicherweise von den bei Laborversuchen mit größeren Probekörpern erzielten Ergebnissen ab. Darüber hinaus ist der Probekörper möglicherweise nicht ganz repräsentativ für den Boden in seinem natürlichen Feldzustand, beispielsweise weist der Probekörper möglicherweise keine Klüfte auf, die im Boden in situ vorhanden sind, deren Abstände jedoch die Größe des Probekörpers überschreiten. Aus diesen Gründen sollte der Versuch eher als Abschätzung der undränierten Scherfestigkeit denn als deren wahre Messung angesehen werden. Das Verhältnis zwischen den Werten für die Scherfestigkeit von gestörten Probekörpern und von ungestörten Probekörpern darf für die Abschätzung der Empfindlichkeit eines Probekörpers angewendet werden. Die zeitabhängige Messung der Scherfestigkeit darf für die Bewertung des erneuten Festigkeitsanstiegs infolge von Thixotropie eines gestörten Probekörpers verwendet werden.